Ausbildung zum Segelflugzeugführer

Im LV Reutlingen können Sie die Ausbildung zum GPL (Glider Pilot License), dem Segelflugschein, durchführen.
Diese wird ehrenamtlich von den 9 Fluglehrern in unserem Verein durchgeführt.Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer kann schon mit 14 Jahren begonnen werden, dauert ca. 2-3 Jahre, kostet ungefähr 50€ pro Monat und umfasst eine fliegerärztliche Untersuchung, eine theoretische Ausbildung sowie natürlich die praktische Ausbildung im Segelflugzeug direkt!


Praktische Ausbildung:


Die pratkische Ausbildung besteht aus drei Ausbildungsabschnitten und der praktischen Prüfung zum Erhalt der Segelfluglizenz am Ende.
  • Sie nehmen in unserem Schulungsdoppelsitzer Platz und fliegen mit einem unserer Fluglehrer bis zu Ihrem ersten Alleinflug  (meist schon nach 60-80 Starts)
  • Danach fliegen Sie schon teils alleine zum Üben, teils mit Fluglehrer damit Sie weitere Flugmanöver wie z.B. Steilkurvenwechsel, Trudelübungen, den Seitengleitflug erlernen oder Ihre ersten großen Überlandeinweisungen bekommen.
  • Nachdem Sie Ihre Theorieprüfung bestanden und Ihren 50km - Flug durchgeführt haben, endet die Ausbildung mit der praktischen Prüfung zum Erhalt der Segelfluglizenz.

Theoretische Ausbildung:


Neben der praktischen Ausbildung bekommen Sie auch Theorieunterricht in folgenden Fächern:
  • Meterologie
  • Technik / Aerodynamik
  • Navigation
  • Luftrecht
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Menschliches Leistungsvermögen

In diesen Fächern müssen Sie sich ebenfalls Prüfen lassen.

Der Unterricht findet meistens Dienstag abends in unserem Vereinsheim in Reutlingen statt.

Schauen Sie gerne einmal in unseren Theorieunterricht hinein!



Weitere Informationen

  • Was macht man im Theorieunterricht
  • FAQ Segelfliegen
  • Flugschüler Luftikus

Sie können sich nicht vorstellen, was man in einem Flug-Theorieunterricht lernt? Hier gibt es Aufklärung.

Der Theorieunterricht findet meistens Dienstags um 19.30Uhr in unserem Clubheim statt und wird von einem unserer 9 Fluglehrern geleitet. Hier werden schwerpunktmäßig folgende Fächer behandelt:

  • Navigation - wie kommt man am Besten von A nach B?
  • Meteorologie - warum gibt es Thermik und wie funktioniert sie?
  • Technik - warum fliegt ein Flugzeug und wie ist es aufgebaut? Was zeigen die Instrumente überhaupt an?
  • Luftrecht - wie muss ich mich im Luftraum verhalten?
  • Menschliches Leistungsvermögen - wie reagiert mein Körper auf die Belastungen durch den Flug?
  • Verhalten in besonderen Fällen - hier werden besondere, schwierige oder gefährliche Situation besprochen
Der Theorieunterricht muss man sich etwas anders vorstellen als der, in der Fahrschule. Die Atmosphäre ist deutlich lockerer, denn man kennt sich ja untereinander, und es macht auch mehr Spaß, denn man will sich ja das Wissen erarbeiten, über das man auch in der Theorieprüfung abgefragt wird. Die Fluglehrer versuchen die Theorie eng mit der Praxis zu verzahnen, um selbst bei abstrakteren theoretischen Inhalten die Verknüpfung zu der praktischen Ausbildung zu schaffen.

Meistens sind es um die 10-15 Flugschüler, die den Unterricht besuchen. Die Altersgruppe erstreckt sich von Jung bis Alt, also alles ab 14 Jahre aufwärts.

 

Hier noch eine kleine Impression, um einen Eindruck vom Segelflugtheorieunterricht zu bekommen.

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Wie fliegt ein Segelflugzeug?

Segelflugzeuge brauchen zum fliegen keinen Wind. Sie fliegen auch - und genauso gut wenn es windstill ist.  
Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde, oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht. Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um, und das solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muss.
Moderne Segelflugzeuge erreichen spielend 250 km/h. Der Höhenweltrekord liegt bei 14.000 Metern, die weiteste geflogene Strecke bei über 3000 km.

 

Wann und wie kann man die Ausbildung beginnen?

Die Ausbildung zum Erwerb der Fluglizenz für Segelflugzeuge (Glider Pilot License) kann man bereits mit 14 Jahren beginnen. Zum Erhalt der Lizenz muss man min. 16 Jahre alt sein, was aber zeitlich genau passt, da die Ausbildung 2 - 3 Jahre dauert. Wenn man die Ausbildung beginnen will, dann muss man unserem Luftsportverein beitreten. Besuchen Sie uns einfach in unserem Vereinsheim in Reutlingen oder auf unserem Segelfluggelände Übersberg. (s. Kontakt) 


Wie können Segelflugzeuge viele hundert Kilometer weit fliegen?

Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden. Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt der Segelflieger. Durch ständiges Kreisen bleibt er innerhalb des Aufwindes und klettert mit ihm. Beim Streckenflug gleitet er dann abwärts bis zum nächsten Aufwind, gewinnt dort wieder Höhe, gleitet zum übernächsten usw.
Manche Segelflugzeuge besitzen einen Motor. Es sind echte Segelflugzeuge, die ohne Motor genauso gut fliegen. Reicht die Thermik nicht aus, um den Heimatflugplatz zu erreichen, startet der Motorsegler sein Triebwerk und kann so weiterfliegen.

 

Wie hoch kann ein Segelflugzeug fliegen?

Das kommt ganz auf den jeweiligen Luftraum an, in dem man fliegt. Direkt über dem Übersberg beginnt schon der Luftraum für den Stuttgarter Flughafen, weshalb wir dort bis ca. 2200m aufsteigen dürfen. Gibt es keine besonderen Beschränkungen, dann dürfen Segeflugzeuge bis ca. 3000m Höhe fliegen - mit Genehmigung noch höher. Wenn jedoch eine Wolkendecke tiefer liegt, dann fliegen die Segelflugzeuge darunter.

 

Wie lange kann ein Segelflugzeuge fliegen?

Die Dauer eines Fluges kommt auf das Wetter und die Strecke an - zwischen 5min und 8h können dabei Flüge gehen. Werden Strecken von mehreren hundert Kilometer zurückgelegt, dann benötigt dies auch eine gewisse Zeit. Findet ein Pilot beim ersten Anlauf keinen Aufwind (Thermik), so landet er relativ schnell wieder und versucht es in einem 2. Anlauf. 


Was ist wenn...

  • kein Aufwind mehr vorhanden ist?
  • Man landet auf dem Flugplatz.
  • der Flugplatz nicht mehr erreichbar ist?
  • Dann landet man auf einem geeigneten Feld. Jedes Segelflugzeug ist hierfür konstruiert
  • das Schleppseil beim Start reißt?
  • Hierfür wird in der Ausbildung ein spezielles Verfahren geübt, das jeder Pilot beherrschen muss.
  • man durch ein Luftloch fliegt?
  • Nichts, denn es gibt keine Luftlöcher. Es gibt lediglich Auf- und Abwinde, die das Flugzeug ganz einfach durchfliegt.

 

Wie lange dauert es, bis man alleine fliegen darf?

Im Allgemeinen hängt es von jedem selbst ab, nach welcher Zeit sie/er den ersten Solostart macht. Das kann nach wenigen Monaten oder erst nach über einem Jahr der Fall sein. Bei der Schulung in einem Verein stehen für die Ausbildung in der Regel nur die Wochenenden und Feiertage zur Verfügung, oft gibt es aber auch Schulungslager, durch die die Ausbildung stark beschleunigt wird. Wie beim Autoführerschein hat aber auch das Lebensalter, die Auffassungsgabe und das Gefühl für den Umgang mit Technik einen Einfluss auf die Dauer der Ausbildung.

 

Ist Segelfliegen gefährlich?

Einen Motor, der stehen bleiben könnte gibt es nicht. Die Festigkeit eines Segelflugzeuges ist wesentlich höher, als die einer modernen Verkehrs- maschine. Jedes Flugzeug wird durch einen vom Luftfahrt-Bundesamt lizenzierten Prüfer jährlich kontrolliert. Trotzdem: Ein Restrisiko durch menschliches Versagen lässt sich auch in der Segelfliegerei nicht völlig ausschließen.

 

Ist Segelfliegen teuer?

Schwer zu sagen. Jedenfalls nicht teurer als beispielsweise Skifahren, Surfen, Squash, Tennis, Sportschießen u.ä. Wer sich engagiert an den anfallenden Arbeiten auf dem Flugplatz oder in der Vereinswerkstatt beteiligt, fliegt günstig. Für Jugendlich gibt es zusätzlich Sondertarife, durch die das Fliegen preiswerter wird.

 

Muss man ein eigenes Segelflugzeug kaufen?

Nein! Der Verein stellt Segelflugzeuge zur Verfügung, die den fliegerischen Fähigkeiten der Piloten entsprechen.

 

Vielen Dank an Holger N. Schubert, der die Grundlage für diesen Artikel lieferte.

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Sie wollen eine Vorstellung davon bekommen, wie die Ausbildung und das Vereinsleben bei uns ist?

Dann dürfen Sie mit unserem Flugschüler Luftikus die ersten Jahre im Verein miterleben!

 

Luftikus ist 14 Jahre alt, Schüler in Reutlingen und interessiert sich schon immer für die Luftfahrt.

Deshalb möchte er nun seine Begeisterung für die Fliegerei in die Praxis umsetzen und das Fliegen erlernen.

 

Es ist Frühling und damit die beste Zeit, in der man das Fliegen anfangen kann. Natürlich kann man das nicht nur im Frühling tun, sondern über das ganze Jahr hinweg. Luftikus hat sich über das Internet über den Luftsportverein Reutlingen e.V. informiert und ist sich sicher, dass er diesen atemberaubenden Luftsport ausüben will. Über die Mailadresse This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. kontaktiert er uns. Darauf wird er eingeladen, den Verein mal persönlich kennen zu lernen. Er solle einfach an einem Wochenende auf den Flugplatz Übersberg kommen.

Gleich am nächsten Wochenende folgt Luftikus der Einladung und fliegt einmal in einem Segelflugzeug mit. Völlig begeistert setzt er mit seinem Piloten wieder auf der Landebahn auf. Er möchte sofort anfangen! Ausbildungs- und Jugendleiter geben ihm Infomaterial und Aufnahmeantrag mit. Sie setzen sich zunächst zusammen und klären alles Formale für den Eintritt: Ausbildungsablauf, fliegerisches Tauglichkeitszeugnis und Mitgliedsbestimmungen. Natürlich werden seine Eltern dabei mit ins Boot geholt und mitinformiert. Danach darf Luftikus noch weiter in den Flugbetrieb hineinschnuppern: Startstelle, Winde, Hangar - überall ist er live dabei.

Zuhause schaut er sich mit seinen Eltern die formalen Dinge nocheinmal in Ruhe an und gibt sie ausgefüllt wieder zurück. Damit ist Luftikus offizielles Mitglied des LV Reutlingen e.V.

Nun bekommt er eine ausführliche Einweisung in den Flugbetrieb von einem der 8 erfahrenen Fluglehrern und macht erste Starts mit unserer Schulungsmaschine ASK 21. Natürlich teilt er diese noch mit weiteren Flugschülern in seinem Alter, aber auch mit erwachsenen Flugschülern. Sie bilden eine engverbunde Gruppe, die gemeinsam den Flugbetrieb mitgestalten. Luftikus versucht so oft wie möglich auf dem Übersberg zu sein und engagiert sich aktiv am Flugbetrieb und im Vereinsleben. Seine Begeisterung treibt ihn voran und so macht er schon nach 60 Starts seinen ersten Alleinflug - Starten, Fliegen, Landen ohne Fluglehrer (A - Prüfung). Und das alles trotz seiner erst 3 monatigen Mitgliedschaft. Sein Alleinflug motiviert ihn noch mehr und er kann gar nicht genug vom Fliegen bekommen.

Nebenher besucht er den Theorieunterricht in unserem Vereinsheim in Reutlingen, der von verschiedenen Fluglehrern geleitet wird. Damit erlernt Luftikus Theorie und Praxis zugleich, die in der Kombination den maximalen Lerneffekt erreichen.

Mittlerweile war Luftikus auch bei unserem Flugarzt, der ihn für flugtauglich erklärt - natürlich, wer normal gesund ist, hat bei der Untersuchung keine Probleme zu erwarten.

Es ist August und die Sommerferien stehen an. Auch der LV Reutlingen e.V. geht in den Urlaub. Unser jährliches Fluglager führt uns jedes Jahr auf einen anderen Flugplatz, auf dem wir gemeinsam campen, kochen, fliegen und Ausflüge machen. Die Truppe aus 20 - 25 Mitglieder besteht aus der Jugendgruppe und allen Junggebliebenen. Für Luftikus ist sein erstes Fluglager ein Muss! Anfang August geht's los und alle fahren gemeinsam Richtung Urlaub, natürlich samt Flugzeughängern. Die 2 Wochen gehen allerdings viel zu schnell vorbei, aber Luftikus hat viele neue Erfahrungen gesammelt; vor allen Dingen das Starten und Landen auf einem fremden Flugplatz bleibt ihm eine bleibende Erinnerung. Endlich schult er auch auf ein neues (einsitziges) Flugzeugmuster um - auf unseren Junior. Während diesen 2 Wochen lernt er seine neuen Vereinskameraden noch näher kennen und ist so zu einem festen Bestandteil der Jugendgruppe geworden.

Die Flugsaison geht langsam aber sicher dem Ende entgegen. Die Thermik der Tage wird schwächer, aber für Luftikus ist das kein Grund auf das Fliegen zu verzichten. Schulen kann man auch ohne starke Thermik! Er feilt an seinem fliegerischen Können und legt kurz vor Saisonende im Herbst noch seine B - Prüfung ab.

Nach der Flugsaison beginnt im Winter die Werkstattsaison. Alle Flugzeuge des Vereins werden in unsere Vereinswerkstatt in Reutlingen gebracht und gewartet. Dazu gehören Kratzer ausbessern, Waschen, Polieren und Vorbereiten auf die Abnahme von einem Prüfer. Als Flugschüler hat Luftikus die Verpflichtung min. 36h in der Werkstatt zu arbeiten. Kein Problem für ihn, denn er interessiert sich für die Technik der Flugzeuge und bekommt nun einen Einblick "hinter die Kulissen". In der Werkstatt herrscht immer eine ausgelassene und heitere Stimmung, natürlich nicht ohne den nötigen Ernst zu verlieren. Mit seiner aktiven Arbeit in der Werkstatt kompensiert er auch seine Flugkosten. Denn wer etwas für den Verein tut, der fliegt günstiger!

Während des Winters beginnen auch die jährlichen Versammlungen, an der Luftikus teilnimmt und so einen noch genaueren Einblick in die Vereinsstrukturen bekommt: Haupt-, Segelflugabteilung- und Jugendversammlung. Im Winter stehen aber auch viele Unternehmungen mit der Jugendgruppe an. Sei es die Wandertour oder die Skiausfahrt in Dalaas, Bowling oder Badminton spielen oder gemeinsame Feste auf unserem Flugplatz. Der Spaß ohne Fliegen ist trotzdem garantiert.

Aber der Winter geht schnell herum und die 2. Flugsaison für Luftikus steht vor der Türe. Mittlerweile fliegt er ein weiteres Flugzeugmuster, unsere Ka6 E, und kreist mit ihr in der Thermik sicher. Aus den einfachen Start- und Landemanöver wurden längere Thermikflüge. Mitte des Sommers schafft er auch die letzte Zwischenetappe: die C - Prüfung.

Auch dieses Jahr geht der fortgeschrittene Flugschüler mit ins Fluglager und fliegt pausenlos. Im Winter hat er sich das Ziel gesetzt, die Theorieprüfung beim Landespräsidium abzulegen und lernt deshalb mit dem Fragenkatalog in seiner Freizeit. Schließlich ist es nun auch Winter und die Wochenenden werden nicht mit Fliegen verbracht, sondern die ein oder andere Stunde mit Flugtheorie.

Die intensiven Vorbereitungen zahlen sich aus! Luftikus besteht mit Bravour die Prüfung und nun stehen nur noch 2 letzte Etappen bevor.

In seiner 3. Flugsaison schafft er seinen 50km Flug, dabei fliegt er 50km eigenständig nach Karte zu einem bestimmten Ziel, macht dort kehrt und landet wieder wohlbehalten auf seinem Heimatflugplatz Übersberg.

Fliegen wurde für ihn durch die lange und intensive Ausbildung zur Routine und deshalb gibt es auch keine Beanstandungen des Prüfers bei der praktischen Flugprüfung. 3 Starts und Landungen fliegt Luftikus mit einem Prüfer mühelos. Und dann ist es soweit! Der 16-jährige Luftikus erhält vom Landespräsidium den GPL-Schein (Glider Pilot License - Segelflugschein) und macht fortan große Schritte gen Langstreckenflüge in den Schwarzwald!

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